
Also man kann ja von Berlin halten was man will, aber eines macht die Stadt unvergleichlich: Keine andere Hauptstadt wird so überschätzt!

OK, wir wollen hier nicht gegen den anhaltenden Berlin-Hype wettern - keinesfalls! Uns geht es vielmehr darum dass mittlerweile selbst der gemeine Berliner eine Art Selbstbewusstsein entwickelt, welches fern jeglicher Realität angesiedelt ist. Die mitunter normalsten "Berliner" sind zugezogene. Und davon gibt es einige in der Stadt die soviel Eigenkultur hat, wie der längst abgelaufene Joghurt in meinem Kühlschrank.


Vielleicht neiden wir Frankfurter (im speziellen) den Berlinern aber auch einfach nur, dass sie uns nun mit der Bright auch noch die letzte coole Messeveranstaltung geklaut haben. Auch wenn auf der Bright nicht für Jedermann was geboten wurde, so hatte man dort doch so ein wenig das Gefühl von Freiheit, Jugend und Unabhängigkeit, ausgedrückt durch tief hängende Hosen, lockere Sprüche und Drei-Tage-Flaum. Skater die einfach mal so entgegen dem um sich greifenden Rauchverbot, einfach mal so, eine geraucht haben (wir wissen nicht was genau!) und keine Sau hat sich drum geschert. Nee, dieses kulturelle Highlight mit dem besonderen Surfer-Feeling wird in Zukunft dann auch in Berlin stattfinden - DANKESEHR!
Nun haben wir uns letzte auf der Bread & Butter rumgetrieben. Für die die jetzt an eine Haushalts- oder Cerealien-Messe denken: Die Bread & Butter präsentiert jedes Jahr die neuesten Highlights in Sachen Jeans, Streetwear und Sportfashion. Hier laufen die stylishsten der stylishen umher. Früher gab es auch noch alle Nase lang eine Fashion-Show, aber mangels Budget wurde das Thema bei einigen radikal gekürzt. Vor Jahren fand die Messe noch im alten Kabelwerk statt. Mittlerweile ist man am alten Flughafen Tempelhof angekommen und hat darin eine nahezu perfekte Location gefunden. Alles ist wie gemacht für eine Modemesse dieser Grösse und wie am Flughafen üblich, muss man auch hier einige Kontrollen durchlaufen, ehe man sich ins Getümmel stürzen kann. Zu sehen gibt es dann neben vielen hübschen, skurrilen und wie schon erwähnt, stylishen Menschen, unendlich viele Klamotten, vor allem Jeans. Würde man jedem Bundesbürger eine Jeans von der Messe anziehen, es würde wahrscheinlich reichen und kein Modell wäre doppelt.



Richtig geil war´s dann am Eröffnungstag auf der G-Star Party, die mit einer sensationellen Modenschau eröffnet wurde. Anschliessend eine ca. 20-köpfige Live Band und DJ Programm - und zu allem Überfluss noch Drinks for free! Trinkerherz was willst Du mehr? Klar dass einige das Ende dieser Party nicht mehr miterleben durften. Dafür haben die zahlreichen Ordnungskräfte dann schon gesorgt... ;)
Wer doch noch konnte, ist dann zur Diesel-Party weitergezogen. Was soll ich sagen? Berlin halt! Alte abgefuckte Halle, strange Musik, strange Leute, Drinks for free - so macht man den Laden voll! Einzelheiten über diesen zweiten und letzten Stop des Abends, können wir an dieser Stelle nicht mehr wiedergeben. Uns fehlen praktisch die Worte...
Hurra Berlin - Tschö Frankfurt

